Mundart-Initiative führt nicht zu Hochdeutsch-Verbot!

Mundart-Initiative führt nicht zu Hochdeutsch-Verbot!

Geht es nach den Befürwortern der Initiative „Für Mundart im Kindergarten“, soll im Kindergarten wieder, wie während Jahrzehnten, „grundsätzlich in Mundart“ unterrichtet werden. Einige Gegner werden nicht müde zu behaupten, dies käme einem Hochdeutschverbot gleich.

Diese Aussagen sind falsch und eine gezielte Irreführung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger! Zwischen der Formulierung „grundsätzlich“ und „ausschliesslich“ besteht ein entscheidender Unterschied.

So lässt die Mundart-Initiative einzelne Blöcke in Standardsprache auch ausdrücklich zu. Das Hochdeutsche und die Mundart sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es geht weder um Verbote noch um Maulkörbe, sondern darum, dass wir den Kindergarten – zumindest in Bezug auf die Unterrichtssprache – wieder so haben wollen wie das Erfolgsmodell der letzten Jahrzehnte.

Und nebenbei: Der vorgeschriebene Gebrauch der Standardsprache ab der 1. Primarschulklasse ist im Vergleich viel starrer formuliert. So steht im Lehrplan des Kantons Luzern: „Hochdeutsch ist Unterrichtssprache“. Die Mundart-Initiative, welche in der Kindergartenstufe grundsätzlich die Mundart als Unterrichtssprache verankern möchte, ist dagegen geradezu moderat und lässt den Kindergartenlehrpersonen die gewünschte Flexibilität.

Willi Knecht, Kantonsrat SVP, Geiss

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